Über Teamgeist, Verantwortung und Leidenschaft
Als mit neuneinhalb Jahren Nicks Entschluss feststand, in die Jugendfeuerwehr zu gehen, musste er noch ein halbes Jahr warten, bis er mit zehn Jahren endlich beitreten durfte. Sein bester Kumpel hatte damals bereits das elfte Lebensjahr erreicht und wartete auf seinen Freund, sodass beide gemeinsam ihre Karriere bei den Brandbekämpfern starten konnten. Was damals mit einem Freundschaftsbeweis begann, so erzählt Nick, präge bis heute seine Aktivitäten bei der Feuerwehr: „Egal ob bei der Werkfeuerwehr oder bei der freiwilligen Feuerwehr – unser Teamgeist und das Gefühl, sich zu hundert Prozent aufeinander verlassen zu können, macht unsere Arbeit aus.“
Nachdem Nick die Schule und eine Ausbildung im Handwerk abgeschlossen hatte, merkte er schnell, dass ihn sein damaliger Beruf nicht erfüllte. Eine Stellenausschreibung der Raffinerie brachte das Blatt zum Wenden: „Ich habe alles darangesetzt, um die Ausbildungsstelle bei der Werkfeuerwehr zu bekommen“, erinnert sich der 24-Jährige und erzählt, wie stolz er 2022 war, als die Zusage kam. Nick zog damals nach Lingen, wechselte von der freiwilligen Feuerwehr in Emsbüren nach Lingen und wurde zunächst in Osnabrück ein halbes Jahr lang bei der Berufsfeuerwehr ausgebildet. Zurück in der Raffinerie wird er jetzt mehr und mehr Profi in den Bereichen Industriebrandbekämpfung, Gefahrenabwehr sowie Arbeitssicherheit. Er hat viel an Routine gewonnen und gelernt, in Stresssituationen Ruhe zu bewahren. Diese berufliche Erfahrung hat Nick bei der freiwilligen Feuerwehr mittlerweile zur Karriere verholfen: „Seit zwei Jahren bin ich häufig als Gruppenführer im Einsatz. Wenn wir dann ausrücken, sitze ich im Wagen vorne rechts und koordiniere die Aufgaben eines achtköpfigen Teams.“
Nick ist Feuerwehrmann durch und durch – auch in seiner Freizeit. Allein im vergangenen Jahr hat er rund 240 Stunden bei der freiwilligen Feuerwehr absolviert. Ein ehrenamtliches Engagement, das bp übrigens unterstützt und im Rahmen des sogenannten Matching Funds pro Stunde honoriert.
Klar ist: Nick hat seine Erfüllung gefunden. Dieses Glück, so sagt er, habe ihn dazu gebracht, in diesem Sommer die Jugendfeuerwehr in Lingen ins Leben zu rufen: „Ich habe so viel gelernt und persönlich von der Arbeit beim Brandschutz profitiert, dass es mir eine große Freude ist, diese Erfahrung an Kinder weiterzugeben.“ Dass die jungen Brandbekämpfer:innen begeistert dabei sind, erfüllt ihn besonders – denn es erinnert ihn an seine eigene Geschichte: Vor 14 Jahren stand er selbst zum ersten Mal bei der Jugendfeuerwehr vor einem großen roten Fahrzeug. Heute ist er es, der diesen Moment weitergeben darf.
Was ist der Matching Fund? bp honoriert mit dem Matching Fund das gesellschaftliche Engagement ihrer Mitarbeitenden: Spenden Mitarbeitende beispielsweise einen bestimmten Geldbetrag an eine gemeinnützige Organisation, verdoppelt der Matching Fund diesen Betrag. Engagieren sich Mitarbeitende mit Arbeitszeit, wird ein festgelegter Geldbetrag pro Arbeitsstunde an die jeweilige soziale Einrichtung überwiesen. Seit 2004 kam auf diese Weise allein in Deutschland eine Spendensumme von knapp 21 Millionen Euro zusammen.