Dass sie einmal in einer Raffinerie arbeiten würde, war Milena nicht immer klar. „Ich wusste erstmal nur, was ich nicht wollte“, erinnert sie sich. Der entscheidende Impuls kam durch Gespräche mit Bekannten, die im selben Berufsfeld arbeiten. Sie erzählten von ihrem Alltag, vom Schichtbetrieb, von der Verantwortung – und von einem Beruf, der alles andere als eintönig ist.
Auf bp wurde sie über das Internet und Ausbildungsmessen aufmerksam. Sie bewarb sich, hat die Zusage bekommen und startete in ihre Ausbildung. „Der Einstieg war gut strukturiert. Man wird nicht ins kalte Wasser geworfen“, sagt sie. In den Einführungswochen hat Milena die anderen Auszubildenden aus ganz Deutschland sowie die Prozesse und Fachabteilungen in Lingen kennenglernt. Das gab Zeit anzukommen und die ersten Abläufe kennenzulernen. Danach folgte das erste Jahr in der Berufsschule. Dort tankte Milena das notwendige Wissen für die Einsätze im zweiten Lehrjahr.
Die Chemikanten-Ausbildung bei bp in Lingen folgt einem klaren Konzept, das Theorie und Praxis verbindet.
In ihrem Ausbildungsjahrgang ist Milena die einzige Frau in der Chemikanten-Ausbildung. Doch allein unter Männern ist sie keinesfalls. Bei bp in Lingen sind rund 15 Prozent der Mitarbeitenden Frauen. In den Anlagen-Teams hat Milena deshalb schon einige Kolleginnen kennengelernt. Sie sind auch in Führungspositionen vertreten – bis hin zur Raffinerieleitung, die 2023 mit Paula Wilson ebenfalls eine Frau übernommen hat.
„Es gibt in der Ausbildung zur Chemikantin nichts, was Frauen nicht können“, ist sich Milena sicher. „Die Anforderungen sind für uns alle gleich und es war auch nie ein besonderes Thema, dass ich eine Frau bin.“
Milena wirbt persönlich dafür mit, dass sich noch mehr Frauen – und natürlich auch Männer – die technische Ausbildung zutrauen. Zusammen mit dem Ausbildungsteam ist sie regelmäßig auf Berufs- und Karrieremessen unterwegs. Ihre Botschaft: „Wenn man sich für Chemie oder Technik interessiert, sollte man es auf jeden Fall ausprobieren. Es ist abwechslungsreich, man hatviele Aufgaben und man darf viel selbst machen.“
Auf den Messen sehen junge Frauen dann auch direkt, dass das Arbeiten in einer Raffinerie keinesfalls mehr nur Männersache ist. Milena ist hier ihre direkte Ansprechperson, um ganz offen fragen zu können, wie es ist, als Frau in der Produktion zu arbeiten. Vielleicht steigt so auch die Zahl der Bewerberinnen für die nächsten Ausbildungsgänge.
Alle, die Interesse haben, finden hier weitere Informationen für die laufende Bewerbungsphase oder wenden sich an: karriere@de.bp.com.