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„Es gibt in der Ausbildung nichts, was Frauen nicht können.“

Datum der Veröffentlichung:
05.03.2026
Frauen sind in technischen Ausbildungsberufen weiterhin unterrepräsentiert. Im Jahr 2024 machten sie nur zwölf Prozent der rund 160.000 neuen Auszubildenden im MINT-Bereich in Deutschland aus. Eine von ihnen war Milena, die damals bei bp ihre Ausbildung zur Chemikantin begann. Anlässlich des Weltfrauentags berichtet die 20-Jährige, wie sie die Ausbildung und das Arbeiten in der bp Raffinerie in Lingen seitdem erlebt.
Milena steigt in Schutzkleidung eine Metalltreppe in der bp Raffinerie Lingen hinauf.
In ihrem zweiten Lehrjahr lernt Milena gerade die verschiedenen Anlagen und Abläufe kennen. Derzeit ist sie im Kraftwerk der Raffinerie eingesetzt. Mit dem Fahrrad fährt sie morgens über das Werksgelände dorthin und begleitet das Team bei verschiedenen Aufgaben: Rundgänge machen, Anlagen prüfen, Proben entnehmen, Prozesse in der Messwarte kontrollieren. „Die Aufgaben als Chemikantin sind abwechslungsreich, das gefällt mir sehr. Viele Sachen werden digital gesteuert, aber wir sind trotzdem auch oft im Werk unterwegs“, berichtet sie.

Vom „Ich weiß nicht“ zum „Das passt zu mir“

Dass sie einmal in einer Raffinerie arbeiten würde, war Milena nicht immer klar. „Ich wusste erstmal nur, was ich nicht wollte“, erinnert sie sich. Der entscheidende Impuls kam durch Gespräche mit Bekannten, die im selben Berufsfeld arbeiten. Sie erzählten von ihrem Alltag, vom Schichtbetrieb, von der Verantwortung – und von einem Beruf, der alles andere als eintönig ist.

Milena bedient ein großes Handrad in einer Anlage der bp Raffinerie Lingen.

Auf bp wurde sie über das Internet und Ausbildungsmessen aufmerksam. Sie bewarb sich, hat die Zusage bekommen und startete in ihre Ausbildung. „Der Einstieg war gut strukturiert. Man wird nicht ins kalte Wasser geworfen“, sagt sie. In den Einführungswochen hat Milena die anderen Auszubildenden aus ganz Deutschland sowie die Prozesse und Fachabteilungen in Lingen kennenglernt. Das gab Zeit anzukommen und die ersten Abläufe kennenzulernen. Danach folgte das erste Jahr in der Berufsschule. Dort tankte Milena das notwendige Wissen für die Einsätze im zweiten Lehrjahr.

 

So läuft die Ausbildung bei bp

Die Chemikanten-Ausbildung bei bp in Lingen folgt einem klaren Konzept, das Theorie und Praxis verbindet.

Im ersten Jahr steht die Berufsschule im Fokus. Hier werden die fachlichen Grundlagen in Chemie, Verfahrenstechnik und Sicherheit vermittelt. Gleichzeitig lernen die Auszubildenden das Unternehmen in zwei Betriebspraktika kennen.
Im zweiten Jahr durchlaufen die Auszubildenden alle Anlagen der Raffinerie sowie das Labor und die Werkstatt. Dort unterstützen sie die Teams bei allen Arbeiten. Sie gehen auf Rundgänge, entnehmen Proben und dokumentieren Produktionsdaten. Der Unterricht erfolgt in dieser Phase blockweise im Wechsel mit Praxisphasen. Parallel gibt es zusätzliche Angebote wie Sicherheitsseminare oder Workshops.
Am Ende der Ausbildung spezialisieren sich die Auszubildenden auf eine Anlage und arbeiten fest in einem Schichtteam mit. Sie übernehmen zunehmend Verantwortung und werden gezielt auf den Einstieg nach der Ausbildung vorbereitet. So kommen sie nach der Ausbildung nicht neu ins Team, sondern sind idealerweise schon längst angekommen.

Die einzige Frau – und doch keine Ausnahme

In ihrem Ausbildungsjahrgang ist Milena die einzige Frau in der Chemikanten-Ausbildung. Doch allein unter Männern ist sie keinesfalls. Bei bp in Lingen sind rund 15 Prozent der Mitarbeitenden Frauen. In den Anlagen-Teams hat Milena deshalb schon einige Kolleginnen kennengelernt. Sie sind auch in Führungspositionen vertreten – bis hin zur Raffinerieleitung, die 2023 mit Paula Wilson ebenfalls eine Frau übernommen hat.

 

„Es gibt in der Ausbildung zur Chemikantin nichts, was Frauen nicht können“, ist sich Milena sicher. „Die Anforderungen sind für uns alle gleich und es war auch nie ein besonderes Thema, dass ich eine Frau bin.“ 

Milena am Ausbildungsstand

Noch mehr Frauen begeistern

Milena wirbt persönlich dafür mit, dass sich noch mehr Frauen – und natürlich auch Männer –  die technische Ausbildung zutrauen. Zusammen mit dem Ausbildungsteam ist sie regelmäßig auf Berufs- und Karrieremessen unterwegs. Ihre Botschaft: „Wenn man sich für Chemie oder Technik interessiert, sollte man es auf jeden Fall ausprobieren. Es ist abwechslungsreich, man hatviele Aufgaben und man darf viel selbst machen.“

 

Auf den Messen sehen junge Frauen dann auch direkt, dass das Arbeiten in einer Raffinerie keinesfalls mehr nur Männersache ist. Milena ist hier ihre direkte Ansprechperson, um ganz offen fragen zu können, wie es ist, als Frau in der Produktion zu arbeiten. Vielleicht steigt so auch die Zahl der Bewerberinnen für die nächsten Ausbildungsgänge.

 

Alle, die Interesse haben, finden hier weitere Informationen für die laufende Bewerbungsphase oder wenden sich an: karriere@de.bp.com.